20.07.2013 Mechernich – 16. Hard´n Heavy´s Summernight Open Air 2013

20.07.2013 – 16. Hard´n Heavy´s Summernight Open Air 2013

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Dieser Sommer ist endlich einmal so wie er sein soll! Heiß und trocken und man kann es nachts noch lange im T-Shirt draußen aushalten. Der 20.07. ist auch so ein Tag mit Kaiserwetter, also ideale Voraussetzungen für ein Open Air Konzert.

Mein Bruder Thorsten und meine Schwägerin Pim kommen aus Göttingen und ihre Freundin  Em aus Bremen zu uns. Wir genießen die Vorfreude auf das Festival. Unser Wohnzimmer wird zum Nagelstudio und die Mädels brezeln sich dermaßen auf, dass ein Gebrauchtwagenhändler dafür in den Knast kommen würde.

Dann geht´s endlich los. In Mechernich angekommen drehen wir fünf Runden durch den Kreisverkehr. Nicht weil´s so schön ist, sondern weil wir erst mal ausdiskutieren müssen, ob wir zur Tankstelle oder zum Meckes fahren. Wir entscheiden uns für Meckes, der aber geschlossen ist. Also nochmal durch den Kreisverkehr zur Tankstelle, um festzustellen, dass es eine Automatentankstelle ist!! Na gut, dann wird halt hinter einem Container gepinkelt und ab zum Konzert.

Über den Parkplatz geht es zum Festivalgelände. Überall campieren die Leute und aus den Autos schallen blechern die bekannten Klassiker von AC-DC bis ZZ-Top. Der Eintritt ist frei, gegen eine kleine Spende kann man ein Bändchen erwerben. Viele haben schon den ersten Festivaltag hinter sich und sehen entsprechend verwegen aus. Die Oberbekleidung muss auch schon gelitten haben, weil viele mit freiem Oberkörper rumlaufen. Bei dem einen oder anderen versagt die Stimme und man hört nur noch ein Krächtzen. Überall werden den Alkoholgöttern Opfer gebracht.

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Apropos Götter: Wo sind denn die Nitrogötter? Als ersten entdecken wir Oimel in seiner natürlichen Haltung mit Weizenbier, und auch Klaus und Henny sind bald bei uns. Bis zum Auftritt ist noch genug Zeit sich zu unterhalten und den anderen Bands zu lauschen. Die sind leider nicht so ganz nach unserem Geschmack, was nicht der Qualität der Musik geschuldet ist, sondern einfach Geschmackssache ist. Das ganze Festival ist erstklassig organisiert. Ganz großes Kino, es wurde an alles gedacht: Die Bühne ist von der Größe genau richtig, der Sound ist gut, es gibt genug Platz zum Zelten, die Getränkepreise sind fair und sogar die Toilettensituation ist gut. Also plaudern wir ein wenig mit der Band, Thorsten und Klaus trinken Brüderschaft mit Waldmeisterschnaps. IMG_2619

Henny erzählt, dass die Arbeit am neuen Album gut voran geht und verspricht uns demnächst exklusiv ein paar Demos zukommen zu lassen. Und so ist es recht kurzweilig bis zum Auftritt der Nitrogods.

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Der Auftritt ist dann grandios. Ich war ja schon bei einigen Gigs der Jungs, aber immer im kleineren Rahmen mit maximal 100 Leuten. Ich kann schlecht schätzen, aber hier sind bestimmt ca. 600 Fans. Und denen merkt man auch sofort an, dass sie sich schon die ganze Zeit auf die Nitrogods gefreut haben. Hier muss nicht erst das Eis gebrochen werden, die Menge tobt vom ersten Riff bis zum letzten Beckenschlag. Gut gelaunt und spielfreudig sind die Jungs ja immer, aber man spürt, dass diese Stimmung Balsam für die Seele der Musiker ist und sie über sich hinaus wachsen. Mag sein, dass ich ein wenig übertreibe, aber ich habe das so empfunden und das ist das, was für mich zählt, und ich denke vielen anderen ist es genauso ergangen.

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Fazit: Ein komplett gelungener Tag!

Schade, bis zum nächsten Gig in unserer Nähe (am 3.10. in Kassel) ist es noch lange hin. Aber wir freuen uns auf die Demos zum neuen Album.

Stefan

Fotos von Pim, Thorsten, Chrissy und Stefan