Nitrogods in Oberhausen Helvete 25.10.19

Da war es mal wieder soweit: Eine neue Tour, 16 Dates in Deutschland, Belgien, Österreich und der Schweiz! Diesmal mit Psychopunch und Maxwell als Begleitung.

Der Club Helvete ist winzig, düster, und riecht nicht gut. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Die Freude, die Nitrogods wiederzusehen, überwog trotzdem, und als wir erst den Konzertraum rochen, kam uns wieder der Spruch in den Kopf: „Fan sein heißt auch leiden können.“

Nach einem kleinen Plausch mit Henny und einem Thunderhead/Nitrogods-Fan, den wir noch nicht kannten, spielten alsbald Pychopunch und Maxwell auf, was wir uns nur kurz ansahen/-hörten, weil wir gerne noch etwas atmen wollten. Mit einem klassischen Einsteiger, Black Car Driving Man, ging es los, und die Stimmung war von Anfang an klasse. Wir hatten schon richtig viele Menschen in Nitrogods-Shirts gesehen, da geht uns als Fanclub-Präsis natürlich das Herz auf. Und da zeigte sich, worin die lokale Stärke lag: Nicht etwa in der Bodenreinigung, sondern im Feierbetrieb.

Die Setlist war eine tolle Mischung dem aktuellen Album und Klassikern aus früheren, Rebel Dayz, Breaking Loose… live wirklich gut abfeierbar. Zwischendurch als Bonbon ein irres Drum-Solo von Klaus. Lipsync Starz dürfte natürlich nicht fehlen und da Publikum feierte Klaus derartig ab, das es gar keine lange Diskussionen gab, ob man denn jetzt weiter spielt oder nicht.

Mein liebstes, von Oimel stets belästertes „Blind as a Stone“ wurde sowas von mitgesungen. Die größte Songlisten-Überraschung war „Zombietrain“, was mich extrem freute. Ich habe das Lied lange Zeit live vermisst, überhaupt kommen die etwas finsteren, düsteren Songs live sehr gut, auch Oimels „Haßprediger-Songs“ (Zitat Henny) wie The Haze.

Take it to the Highway ist aus dem Programm, weil es genügend eigenes Material gibt und die Nitrogods sich nicht mehr auf Irgendwas-von-früher verlassen müssen. Das könnten sie sich im Bezug auf die Motörhead-Klassiker eigentlich auch mal sagen. Rifle Down wäre z.B. eine tolle Zugabe, wie mein Mann so richtig feststellte.

Fazit jedoch: Tolles Set, klasse Atmosphäre. Alles richtig gemacht. Draußen stand der riesige Nightliner (so’n mehrstöckiger Hotelbus), in dem 16 Mann 17 Tage leben müssen. Da wünsche ich gutes Gelingen und starke Nerven, aber auch viel Spaß!

Unbedingt hingehen, Oimel tanzen sehen und richtig abgehen, wäre eindeutig unsere Empfehlung, die anderen Bands kann man sich auch gut anhören. Berichtet mal, wie es war! Einen kurzen Bericht kann ich gerne hier veröffentlichen…

Hier noch ein paar Live-Fotos für euch!

Chrissy