6.+7.11. 2015 – Ein Wochenende mit den Göttern!

Von Thomas Müller

Nitrogods in Oss, Niedeerlande, 6.11.2015

Oss liegt nah an Hertogenbosh, Nijmegen ist ca 20 km entfernt, mal so zur Orientierung.
Von der Arbeit aus (DU) brauchte ich durch den Feierabendverkehr ca 1,5 Stunden.
In Oss angekommen, fragte ich mich zum „de groene Engel“ durch, denn ich scheisse immer noch auf ein Navi. Hat wieder mal gereicht, vorher nen groben Zettel gemacht und den Rest erfragt.
In Oss selbst klappt man ab 18 Uhr die Bürgersteige hoch, seltsam. Die Fußgängerzone wie ausgestorben.
Viel zu früh noch, und ich hatte Hunger, also rein in den grünen Engel. Hinten Konzertsaal, vorne rechts Kneipe, vorne links Restaurant.
Kneipe voll, Restaurant leer – also rein da. Da sitzt die Band beim Abendessen und das sah jetzt erst mal blöd aus…als würde ich denen nachlaufen oder so.
Ich setzte mich dann direkt mal um die Ecke, bestellte mir ein alkoholfreies Bier (nachts noch zurück, und in Holland….mit Bierfahne…..wollte ich lieber völlig nüchtern bleiben) und guckte in die Karte.
Die Band verließ den Raum, Oimel grüßte kurz und ich mampfte erst mal.Fein! Kurze Zeit später tauchte Klaus wieder auf. Er meinte nur “ Du kommst heute mal mit, in den Backstage, – heute haben wir endlich mal Zeit !“

Watt??! „ja, du kommst mit, hier ist dein Bändchen (freier Zugang für alles), los gehts“
Ja und dann war ich drin. Den Basser am Merchstand getroffen. Den Mann hinterm Merch lernte ich auch näher kennen und als die dann soweit waren,. verzogen wir uns Backstage.
In einem Raum der für die Band bereit gestellt war ( es waren noch 2 weitere Bands für den Abend angesagt) verbrachte ich die nächsten 2 Stunden damit, alle Fragen zu fragen deren Antworten ich schon immer mal wissen wollte. Wir redeten über die wichtigsten Themen der Welt: Musik, Fussball, Whisky und Bier.
Die Zeit flog so dahin, die erste Band spielte schon, da hab ich mich mal so langsam verabschiedet, da die drei auch noch was internes besprechen wollten.
Ich löste dann mal den Mann am Merch ab, damit der auch mal essen und Bier und Pipi kann, das lief „wie selbstverständlich“ – bis der Klaus rauskam und mich ablöste und der Merchmann dann irgendwan wieder auftauchte.
Erste Band, Vectro-irgendwas: 1 Lied, 40 Minuten lang. Ok, waren wohl mehrere Songs, hörte sich aber alles wie eine verkleisterte Masse an – langweilig.
Zweite Band: Hell Driver, naja…ging so….Sound war gut, Gesang nicht so, hatten aber eine ca 30 Mann Fangemeinde, die ganz gut Stimmung machte.
Beide Gruppen je 40 Minuten und beide langweilten mich.

Nitrogods Auftritt: Raus, Ansage und Feuer!
Rats & Rumours / Gasoline/ At least./ Back Home/ Lipsynch Stars/ Nitrogods/ Irish Honey/ Damn right/ Black Car drivin man/ Take it to the Highway/ Whisky Wonderland/ Wasted in Berlin und eine Zugabe, dazu am Ende mehr…

Holland war noch nicht bereit für die Nitrogods. Das Publikum war anfangs verhalten, und der Funke sprang erst nicht über. Die 2 langsamen Lieder waren zwar gut gespielt, waren aber an der Stelle deplaziert – eben weil die niemand kannte, weil zu wenig Publikum da war und weil dass Publikum einfach ganz schwach drauf war.. Als die Gods dann aber Fahrt aufnahmen, ab „Damn right“ gings rund . „Black car….“ zündete voll durch und dann bewegte sich auch die Holländer ganz nach vorne und machten mit, was letztendlich in „Zugabe“ Rufen endete…oder wie die Holländer sagen“ und jetzt noch mal von vorn` “
Oimel kam raus und fragte ob wir denn ein Urlaubslied möchten…..
Ein Urlaubslied??
Ja, eins über Ferien und so…..
Weder die Holländer noch ich konnte so ganz folgen…was meint der denn…..?
Und dann kloppten die ein Cover von Motörhead rein „Going to Brazil“
Spätestens in diesem Moment waren die Gods in Holland angekommen, jetzt bewegte sich alles und dieses Lied war der Knaller des Abends.
Abklatschen, Tschüss sagen, auch dem Merchmann und Zack, der kalte Schnitt – raus, Karre , Abfahrt.

Aber ich fuhr breit grinsend nach Hause.
War das ein geiler Abend.Ich freute mich wie Sau auf den nächsten Abend, wenn wir in Düsseldorf das Pitcher rocken.
Mit dem Hunter, und Nimrod und der Bodyguarderin….und dem Metalbaker.und Chrissy..und ihrem Mann.. So war der Plan. Und so ging es weiter:

Nitrogods, 07.11.2015 im „Pitcher“, Düsseldorf

Alte Scheisse, mir tut alles weh, was ein geiler Abend.
Mit der Bodyguarderin war ich gegen 17:30 dort, und wie gestern verabredet trafen wir draussen die Band. Schließlich ging es ja um den Austausch hochwertiger Waren…..Whisky&Musik.
Nach einem netten Schwätzchen ging es dann rein und das Ambiente versprach direkt, dass dies ein heisser Abend wird.
Ein kleiner Laden, mit niedriger Decke, und der Laden war später proppevoll. Eine RocknRoll-Szene-Kneipe, in der auch schon Mikkey Dee ein Bierchen gezischt hat.
Es dauerte nicht lange, da trafen auch Andy und der Hunter ein und ein paar Bierchen und ein paar Whisky später waren wir auch mitten im Geschehen. Chrissy brachte noch Poster mit, der Metalbaker war am Start..konnte losgehen!

Die Vorgruppe kam aus Düsseldorf, Use möre Gas. Amtlich harte Rockmusik, junge Kerle, voll ambitioniert – zehn mal besser als beide Vorgruppen am Freitag. Für 5 Euro gabs auch ne CD von denen, die ich mir allerdings heute nicht anhören kann….laut ist heute nicht so gut….. Das gefangene Plectron von denen wies aber leider nur eine Schildkröte auf, keinen Bandnamen. Egal….als Erinnerungsstück klebt es nun auf der Eintrittskarte, neben der Nitros von gestern.
Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir uns vom Stehtisch an der Wand nicht wegbewegt, aber nun war Zeit für Rockn Roll. Die Bodyguarderin blieb dort, wir drückten uns nach ganz vorne.
Auftritt Nitrogods, und wie immer war der Opener „Rats & Rumours“. Das mein Freund und Bruder, war für Dich, see you in Hell , brother. Unvergessen.
Das Set heute war amtlich. Setliste hab ich natürlich abgegriffen, und der Hunter hat auch eine bekommen. Gasoline/ at least.. / back home/ irish honey/ Lipsynchstars/ Nitrogods/ the devil delt the deck/ dann das SEHR SEHR geile Rifle down! , da brannte der Saal/ Nothing but Trouble/ Damn right/ Black car driving man….und ich glaub da hab ich mir irgendwie weh getan…. m eine Fresse ging das ab!/ Take it to the Highway, mit spitzenmäßiger Publikumsbeteiligung/ wasted in Berlin/ Whisky Wonderland/ Whisky Supernova/ Dirty old man und genau so sahen wir hinterher auch aus.. und zum Schluß das Rose Tattoo Cover „nice boys dont play RocknRoll.

Wie gesagt, das Ding war eng, es war randvoll, und wir schwitzen wie die Schweine. Andy ließ trotzdem seine Strickmütze auf dem Kopf….man fragt sich warum….. Es ging voll zur Sache und anders als vorgestern in Holland sprang hier der Funke sofort beim ersten Lied über. Die Band hatte spürbar Spaß am Publikum und das Publikum war gekommen um zu saufen und zu rocken! Eine perfekte Ergänzung des jeweils anderen!
Wir pumpten uns diverse Biere rein, Glenfarclas und PC und Jim Beam (das Zeug hatten der Hunter und ich dabei), was dazu führte das der später draussen mir zugeführte Sauerstoff eine seltsame Reaktion in meinem Körper auslöste…
Ein massiver Abend! Das war mitten in die Fresse, ein ganz herber Punch!!
Genau so muss das !