Nitrofest 2015 – Der Backstage-Bericht

Am 28.03.15 stand das dritte Nitrofest im Musikzentrum Hannover auf dem Plan, wie immer organisiert von Henny und seinem Mitstreiter Axel Werner.

Mit Stefan reiste ich von Wuppertal nach Göttingen und von da zusammen mit Thorsten und Pim nachmittags nach Hannover, um von Anfang an dabei zu sein und einen kleinen Bericht für die Nitrogang zu drehen.

Backstage trafen wir Bandmitglieder, natürlich inklusive Henny, Axel und Vasco, den Henny noch aus Thunderhead-Zeiten kennt. „Backstage“ ist was ganz Cooles. In amerikanischen Spielfilmen oder Biografien von Rolling Stones-Dealern sieht das so aus: Schwarze LeDSC00290_2dercouchs voller kichernder, leicht bekleideter Groupies, Glastische mit weißem Pulver, draußen hämmernde Musik und unglücklich dreinschauende Leute beiderlei Geschlechts, die alles Mögliche dafür machen würden, um in den heiligen Bereich zu gelangen. Nun hab ich schon manche Backstage-Szenen erlebt, aber die sahen alle so aus wie die hier: Holztische, Schnittchen, olle Couch, Kaffeebecher, die Frau von XY, gähnende Stagehands, der Aufpasser auf dem Hocker hört Schlager und keiner haut ihn.

MICH macht das glücklich, denn ein paar Schälchen voller Süßkram, koffeinhaltige Heißgetränke und ein paar interessante Gespräche über DSC00287_2Musik bedeuten für mich einen Spitzenabend, wenns die richtigen Leute sind. Außerdem kann man während des Konzerts aufs eigene Klo und mal kurz die Ohren vom Geklingel ausruhen. Jaja, ich bin nicht mehr 18.

So saßen wir dann, Haribo-Vampire und Käsestangen mampfend und fachsimpelnd (Musik, Waldmeister) und beobachteten, wie die Nitrogods interviewt wurden, bis es endlich losging.

Die Demolition Bastards spielten Rock’n Roll und brachten das Publikum zu soDSC00311 einem frühen Zeitpunkt schon zum Tanzen, spätestens mit ihrem Ramones-Cover. Die hätten ruhig länger spielen können als eine halbe Stunde!

 

 

DSC00327_2Sultan mit Axel Werner an der Gitarre ist zwar eine Cover-Band, begeisterte das Publikum „aber“ durch ihre Songauswahl. Rose Tattoo, Thin Lizzy und anderer 70er-Jahre „Schweinerock“ passen da natürlich wie Arsch auf Eimer.

Dann war es auch schon 22 Uhr und somit Nitrogods-Zeit. Ich hatte schon ganz viele Leute mit Nitrogods-Shirts DSC00381_2gesehen – manche von ferne angereist, wie Axel aus Mönchengladbach, was natürlich eine freudige Begrüßung gab. Überhaupt ist es das Netteste an Konzerten, Leute wiederzutreffen.

Die Stimmung war also wieder bestens, die meisten Songs sind ja auch schon bekannt und werden gern mitgesungen. Oimel’s Groove bei „Lipsynch Stars“ darf man sich nicht entgehen lassen!

Zur Hälfte des Konzerts verließ ich meinen angestammten Platz in der ersten Reihe und verzog mich nach oben auf die Empore, um „Nothing But Trouble“ zu filmen. Unten tobte der Saal, was von oben zeitweise fast beängstigend aussah. Bei „Take It To the Highway“ sang wieder alles mit, aber an der Stelle, bei der Henny sonst das Publikum, na, ich will mal nicht sagen „nötigt“, den Chorus schön knackig solo zu brüllen, bedankte er sich diesmal bei allen Teilnehmern und dem Publikum des Nitrofests.

DSC00333Es gab noch „Dirty Old Man“ und als Zugabe, das wusste ich aus sicherer Quelle, NICHT „Wasted in Berlin“, sondern, einfach so aus Blödsinn „Wasted in Wuppertal“. Leider ist das Ganze unmöglich zu singen, aber Henny guckte schon etwas verblüfft, als er das auf der Setlist sah.

Als Headliner spielten „Peter Pan Speedrock“ aus Holland. Die hatten gleich noch mal die Lautstärke aufgedreht, eigentlich überflüssig, und waren auch sonst live nicht so ganz mein Fall, aber dem Volk vor der Bühne gefiel es offensichtlich. Einige waren verblüfft, dass die Nitrogods nicht Headliner waren und hätten sie gern etwas länger gehört, bekam ich so mit.

Nach dem Konzert gab es noch die üblichen Wie-es-denn-war und Was-passiert-als-nächstes-Gespräche, bis es dann doch Zeit wurde und wir uns wieder auf den Heimweg machten.

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Fazit: Ein gelungenes Fest mit guter Bandauswahl. Klasse Stimmung, alle schienen alte und neue Bekannte zu treffen und hatten auch musikalisch jede Menge Spaß. Bitte nächstes Mal schwarzen Tee im Backstage-Bereich. Weitermachen.

Chrissy

PS: In der Galerie unter Livebilder oder einfach HIER findet Ihr weitere Fotos.

Für die Nitrogang gibt es noch einen Video-Bericht im Backstage-Bereich!

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