Musik

Willkommen zu unseren absolut subjektiven Plattenkritiken – auch ihr könnt welche verfassen! Wie das z.B. Thomas Müller gemacht hat!

Nachfolgend findet ihr unsere (Thorsten, Chrissy, Stefan) Plattenkritiken zu „Rats & Rumours“

Weiter unten findet ihr Links zu anderen Alben-Reviews von Online-Magazinen!

Fotos sind von Benny Trapp (bitte Copyright beachten), Bearbeitung von Chrissy

Thorsten:

Automobile

Sehr geiler Song – das besondere ist der Wechsel zwischen einer typischen Rock’n’Roll Nummer mit Hennygesang und dem typischen Nitrogodssound mit Oimelgesang. Bei R‘n’R-Passagen wird das 50er Feeling durch grandios eingesetzte Effekte auf Gesang und Gitarre sehr gut wiedergegeben.

BMWcover

Eine kurzer Rocker (2:28) über Oimels BMW mit Originalsound seiner Karre. Bringt den Oimels Fahrspaß gut rüber.

Back Home

Ein Nitrogods untypischer Song aber einer meiner Favoriten. Einige kennen ihn schon von diversen Liveauftritten. Das Riffing hat mich sofort an (die alten und guten) Running Wild erinnert – mein Gott, ich stelle mir gerade die Drei in Piratenkluft vor, Bei Oimel klappt’s am besten. Der Mittelteil des Solos könnte von Gary Moore sein. Bringt Abwechslung auf die Scheibe!

Nothing but trouble

Sehr cooler, dreckiger Slidebetonter Song mit einfachem aber prägnantem Riff. Hier denkt man natürlich automatisch an die Stilikonen Rose Tattoo -aber auch bei denen wäre dieser Song einer der Besten! Hennys Gesang gefällt mir ausgesprochen gut. Das Stück sollte live ziemlich geil funktionieren, bin mal gespannt ob’s auf der neuen Playlist landet!

Irish Honey

Eine große Überraschung – Oimel singt hier richtig melodisch und er kann es. Muss zugeben das sich dieser Song erst etwas Zäh wie Honig in meine Gehörgänge geflossen ist aber jetzt durchaus zu gefallen weiß – ist eben ungewöhnlich.

Damn right

Die volle Bedienung für alle Motörheadfans! Mehr gibt’s dazu nicht zu sagen, da weiß jeder was auf ihn zukommt.

Nitrogods_BT18302-aus

Motörhead hat Motörhead, Iron Maiden hat Iron Maiden, Black Sabbath hat Black Sabbath und jetzt haben Nitrogods auch ihre „eigene“ Hymne 😉

Geiles Riff am Anfang, durchgehend starke Rockabilly Einflüsse.

Got pride

Eines der flotteren Stücke auf der Scheibe, das Gaspedal wird durchgehend ziemlich beansprucht.

Lite bite

Hier gibt’s wieder Slidegitarre auf die Muscheln, kein schlechter Song aber steht für mich im Gesamtpaket etwas hinten an.

Dirty old man

Ist auch einigen schon von diversen Liveauftritten bekannt. Besticht mit melodiösem Gesang und einer sehr eingängigen Rock’n’Roll Hookline. Hat mir nicht sofort gefallen aber inzwischen finde ich es richtig klasse!

Ramblin and broke

Ziemlich langsames Stück bei dem Henny richtig schön das leiden im Gesang rüberbringt. Die Gitarre ist ordentlich Effektbelegt (ich schätze mit einem Echo in langsamer Rate und ordentlich Hall)

Das kommt hier gut und verleiht dem Song einen hohen Wiedererkennungswert.

Rats and rumours

Noch ein schnellerer Song. Mir will aber nichts einfallen was ich darüber schreiben könnte. Das soll aber nicht heißen dass er schlecht oder langweilig ist – Nein, ein guter Song!

Whisky supernova

Klaus tritt auf die Double Bass Pedale – und zwar durchgehend. Euch erwartet also auch hier eine Geschindigkeitsübertretung welche ich leider mit drei Punkten und keinem Spielverbot für einen Monat ahnden muss!

Gesamtbetrachtung:

Ich habe die Files der Stücke jetzt seit ca. 1 ½ Monaten und muss sagen das „Rats & Rumours“ auf alle Fälle ein würdiger Nachfolger des ersten Outputs ist. Er ist abwechselungsreicher und die Band entwickelt ihren eigenen Stil immer weiter. Zwar blitzen auch hier wieder Motörhead (klar bei Oimels Stimme) und vor allem Rose Tattoo (fast klar bei Slidegitarre) durch aber das ist aus meiner Sicht nicht verfänglich und von reinem Abkupfern kann man hier weiß(nitro)gott(s) nicht reden.

Eines muss ich hier noch los werden! Bei meinem Studiobesuch wurde gerade an einem Stück gearbeitet welches mir besonders gut gefallen hat. Dieses geniale Stück Musik hat es leider nicht auf die CD geschafft. Ich bitte darum es auf der Nächsten zu veröffentlichen 😉

Chrissy:

Die lang erwartete neue Nitrogods-Scheibe startet mit dem Titeltrack „Rats & Rumours“ –der geht ordentlich nach vorn und wird bestimmt auch den Thunderhead-Fans gefallen._BT18356

„Got Pride“ hat ein klasse Gitarrensolo, zählt aber noch nicht zu meinen Favoriten.

„Irish Honey“ – Der wunderbare Clash-artige Anfang und -Appeal hat dem Lied bei mir den Untertitel „Stuttgart Calling“ eingebracht, seit ich vor längerer Zeit mal einen ersten Entwurf dieses Songs hören durfte. Mitgröhl-geeigneter Chorus, Themenkreis Alkohol, da kann eigentlich nix schief gehen.

„Automobil“ ist einer meiner Favoriten der ganzen CD, fängt so an, dass ich gleich mit meinem Rockabilly-Kleid auf der Tanzfläche loslegen will. Gesungen von Henny, was er ganz hervorragend macht, im Chorus von Oimel begleitet, passt der Song natürlich auch hervorragend in diese Weiber-Saufen-Motoren- und Rock’n’Roll-Kiste, die hier wieder musikalisch gezimmert wird. Das gehört so.

„Damn Right“- das mag ich inzwischen mehr als am Anfang, vielleicht, weil, und nicht obwohl hier Rock-Klischees geschickt zusammengesetzt sind. Und so heißt es ja dann auch: Damn Right – They call it Rock’n Roll. Anfänglich fand ich mal, es klingt im Chorus zu sehr wie „Got Pride“. Da kann man doch philosophieren, welches das bessere Gitarrensolo hat. Muss man aber nicht.

„Nothing but Trouble“, von Henny gesungen, zählt für mich zu den Highlights der CD, schön rotzig dahin gesungen und –gespielt, könnte ich mir den Song beispielsweise gut als Soundtrack einer Folge von „Sons of Anarchy“ vorstellen, wo dann Clay mit einer Zigarre im Mundwinkel drohend „Ärger gibt’s hier immer noch für Nüsse“ murmelt, und dann wieder auf’n Highway biked.

„Back Home“ ist auf Konzerten ja von den meisten gern genommen, aber meins ist es nicht so. Find ich ein bisschen eintönig. Alles Geschmackssache!

„Dirty Old Man“ find ich ganz witzig, wird bestimmt gut auf’m Konzert. Guter Nachfolger von „Riptide“.

Und hier mein derzeitiger Fave: „Ramblin‘ Broke“. Play me the blues and I putz your shoes, wie man hier sagt. Gesungen von Henny. Soundtrack für einen amerikanischen Roadmovie. Für manchen Heavy Metal-Fan bestimmt ungewohnte Töne, ich find das natürlich geil, aber ich durfte ja als Kind auch zu Weihnachten Mahelia Jackson hören, nachdem ich die Quelle-Kinderchor-Platte endlich totgekriegt hab.

_BT18314_auss„BMW“ – Die BMW springt mal wieder nicht so richtig an („Bring Mich Werkstatt“), wird aber trotzdem so geliebt, dass der Neujahrstag als erster Frühlingstag interpretiert wird, damit man die Kiste ausfahren kann. Daher auch das tolle alte BMW-zeichen auf Oimels Bass. Die Techno Classica liegt mir auch näher als die Düsseldorfer Schuhmesse, daher hat das natürlich eh meinen Segen.

„Lite Bite“ bezieht für mich seinen Charme aus den leicht schrägen Hintergrundgesängen im Chorus. Wäre ansonsten nur ganz nett.

„Nitrogods“ hat den besten Anfang von allen Songs. Und die Jungs haben endlich ihre Hymne. Wird auf den Konzerten ja eh schon freiwillig skandiert. Die Gitarre ist klasse.

„Whiskey Supernova“ – Auf Konzerten, das habe ich schon erlebt, kommt das wirklich gut, aber auf dem Album finde ich es etwas arg klischeemäßig, muss ich zugeben. Den Chorus find ich einfach nicht so… und live ist es dann doch wieder witzig, allein schon wegen des Endes.

Fazit – Das Album ist wirklich old school Rock’n Roll und dem eingefleischtem Heavy Metal-Hörer gibt’s vielleicht schon zu viele Rockabilly- und Blues-Anklänge. Und mir gefällt gerade das richtig gut. Mir gefällt die Richtung, in das hier geht. Die Motörhead-Coverband haben sie abgeschüttelt und aus (rock-)klassischen Elementen einen eigenen Stil entwickelt. Und das, ohne sich selbst zu kopieren. Andere bringen 13 gleiche Alben raus und kommen damit durch, aber es geht auch anders. Wichtig aus, das nicht ein Song wie der andere ist – also, ihr dürft euch auf „Rats & Rumours“ freuen!

Was jetzt aus der Holzkisten-mit-Bandlogo-Branding-Limited Edition in Heavy Vinyl inklusive schwäbischer Whiskeyprobe in handpoliertem Chromflakon geworden ist, weiß ich allerdings nicht. Ach nee, das war nur in meinem Kopf (Zwinkersmiley).

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Foto: Die drei Reviewer ganz vorne beim „eigenen“ Konzert in Wuppertal mit dabei.

 

 

Stefan:

Rats & Rumours

Der Opener geht direkt richtig nach vorne. Hier wird von Anfang an die Nackenmuskulatur trainiert. Geiles Gitarrenriff und –solo, Oimel singt, als hätte er Verstopfung und Klaus macht ordentlich Tempo.

Got Pride

Die Jungs nehmen noch mehr Fahrt auf und Oimel war immer noch nicht auf dem Klo. Unglaublich, wie Klaus auf sein Arbeitsgerät eindrischt.

Irish Honey

Mal ein Song bei dem der Bass im Vordergrund ist. Der Song ist Oimel auf dem Leib geschrieben. Gut zum Mitgröhlen, man fühlt sich direkt ins Irish Pub versetzt und möchte ein Murphys bestellen. Ich finde aber, Henny sollte das Solo auf der Fiedel spielen und Oimel dabei einen Stepptanz machen.

Automobile

Wieder ein Beweis, dass sich die Nitrogods in keine Schublade stecken lassen. Ich mag es wenn Oimel und Henny singen. Gute Tempowechsel und es gibt einen Mittelteil mit einer Radiodurchsage. Sehr vielschichtiger Song.

Damn Right

Ein Heavy Metal Track. Hier kommen die Motörheadfans dann voll auf Ihre Kosten. Ich finde das Basssolo vor dem Gitarrensolo könnte länger sein.

Nothing but Troub_BT18632_aussle

Es gibt Songs, die man auch nach Jahren immer wieder hören kann und die auf keiner Party fehlen dürfen. Für mich ist z.B. Remedy so einer. NbT bringt auf jeden Fall alles mit, was so ein Song braucht. Henny singt und bringt das Thema absolut glaubwürdig rüber, da bleiben keine Fragen offen. Für mich der stärkste Titel den die Jungs bis jetzt gemacht haben.

Back Home

Den kennen ja alle schon von den Konzerten. Ich weiß nicht warum, aber bei dem Titel muss ich immer an Mantel- und Degenfilme denken. Vielleich weil Oimel und Henny sich im Mittelteil ein Gitarren/Bassduell liefern.

Dirty Old Man

Es gibt Gerüchte, dass Henny Oimel den Song zum 50. Geburtstag letztes Jahr geschenkt hat. Jedenfalls singen die beiden zusammen, was mir so und so immer gefällt.

Ramblin´broke

Für mich der zweitstärkste Titel nach NbT. Auch hier singt Henny und beweist einmal mehr, dass er nicht nur Gitarre spielen kann, er bringt das Thema authentisch auf den Punkt.

BMW

Ich bin mal gespannt, ob Oimel beim Konzert mit einer BMW auf die Bühne fährt. Wie Rob Halford bei Breaking the Law. Klasse finde ich diesen Bat-Man-Schrei mit der Gitarre.

Lite Bite

Geiler Sound, der ein bisschen klingt als würden die Jungs mit angezogener Handbremse fahren, obwohl Klaus ordentlich Tempo macht. Der Chorus wird etwas schräg gesungen, was dem Titel eine besondere Note gibt

Nitrogods_BT18659-auss

Die Gitarre am Anfang hat einen alten Rock´n Roll Sound. Aber hier wird ordentlich Gas gegeben. Ein Heavy Metal Titel, der aber Rockabillyanleihen hat, besonders beim Gitarrensound.

Whiskey Supernova

Ein Song von Klaus. Dementsprechend geht er nach vorne. Hat sich live schon bewährt. In Wuppertal ist die Menge tierisch abgegangen. Ein guter Abschluss, der Lust macht das Album gleich nochmal zu hören.

Fazit

Die Jungs haben es geschafft, ein rundum stimmiges Album vorzulegen. Es sind neue (oder besser alte) Einflüsse zu hören, vornehmlich Rockabilly, was eingefleischten Heavy Metal Fans vielleicht nicht so gut gefällt. Aber wer immer das gleiche hören will ist hier halt falsch. Trotzdem haben die Songs einen hohen Wiedererkennungswert. Ich hab´s schon oft gehört und noch nicht überhört. Weiter so!

Was die Presse und Online-Magazine sagen:

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Neckbreaker

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